Man kann den Handlungsimpuls nicht nur mit Worten, sondern auch zeichnend oder malend zum Ausdruck bringen. Dies eröffnet einen neuen Zugang, um über den Handlungsimpuls zu kommunizieren.
Hat man den Handlungsimpuls bereits mit Verben benannt, kann man sich im nächsten Schritt künstlerisch damit verbinden. Alles, was man dazu braucht, sind Papier und Stifte bzw. Farben. Nun holt man sich den Handlungsimpuls nochmals vor Augen, verbildlicht ihn sich und bringt ihn schließlich aufs Papier. Es gibt dabei keine Vorgaben. Es geht lediglich darum, sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild vom Handlungsimpuls einer Person zu machen. Wenn es einem ein Anliegen ist, kann man im Anschluss auch über die Bilder sprechen. An sich ist dies aber nicht erforderlich. Die Bilder sprechen für sich und benötigen keine verbale Kommunikation.
‚Ordnend Zielen‘
In einer Gruppe von sechs Personen sitzen wir zusammen, um die Handlungsimpulse zu zeichnen. Wir wählen immer einen Handlungsimpuls aus und fertigen dann unsere persönlichen Zeichnungen zu diesem Handlungsimpuls an. Als erstes ist Nadja an der Reihe. Ihr Handlungsimpuls ist ‚ordnend Zielen‘. Sie zeichnet ihren eigenen Handlungsimpuls. Ohne lange zu überlegen, zeichnet sie ein Raster mit 3×4 Kästchen. Jedem Kästchen ordnet sie ein Thema zu: im einen die Gartengeräte, im anderen die Blumen, im dritten die Regenwürmer und so weiter. Als ich das Motiv ihres Bildes sehe, und beobachte mit welcher Klarheit und Zielgerichtetheit sie ihr Bild malt, bekomme ich ein vertiefendes Verständnis darüber, was ‚ordnend Zielen‘ bedeutet, wie es sich anfühlt, wie es sich manifestiert.
Zeichnungen der anderen Teilnehmer:innen zu 'ordnend Zielen'
In den Zeichnungen kommt nicht nur der Handlungsimpuls der anderen Person zum Vorschein. Es zeigt sich darin auch immer das Selbst des Zeichnenden. Mehr dazu gibt’s im nächsten Fenster.