In einem Portfolio werden die Qualitäten eines Menschen beschrieben, die man anhand der Inclutrain Methoden entdeckt hat. Es ist sozusagen der Text zur Entdeckungsreise der Qualitäten, der konkrete Beispiele in den Mittelpunkt rückt. Außerdem wird in dem Portfolio festgehalten, wie man die Qualitäten fördern kann. Das Portfolio wird gemeinsam mit der jeweiligen Person in einem inklusiven Setting geschrieben. Es kann auch in einer Kleingruppe verfasst werden. Das Portfolio wird in Ich-Form geschrieben.
Nadjas Portfolio
Handlungsimpuls: ‚ordnen Zielen‘
Berufsbild: Verkehrspolizist
Ich gehe strukturiert und mit einem klaren Ziel vor Augen an die Arbeit. Ich verfolge dabei einen von mir selbst entwickelten Arbeitsablauf.
Beispiele in denen mein Handlungsimpuls sichtbar wurde:
Anlässlich des Michaeli-Fests wurde das Spiel „Besiege den Drachen“ gespielt. Mit verbundenen Augen und einem Schwert aus Papier in der Hand musste der Drachen besiegt werden. Auch ich machte mit! Mir wurden die Augen verbunden, dann wurde ich ein paar Mal im Kreis gedreht und schließlich musste ich mit dem Schwert den Drachen auf dem Bild finden. Zielgerichtet konnte ich die Aufgabe sogleich lösen, während andere minutenlang suchend umhertapsten. Ich ordnete meine Wahrnehmung – was ich hörte und die Wärme, die ich neben mir spürte – und besiegte den Drachen.
Wir bestellten in einem Restaurant Pizza. Als die Pizza serviert wurde, nahm ich Messer und Gabel zur Hand und schnitt aus der Mitte der Pizza ein Stück heraus. Von der Mitte ausgehend aß ich die Pizza. Ich wollte das beste Stück, das „Herzstück“ gleich zu Beginn essen.
Auch als wir meinen Handlungsimpuls zeichneten, zeigte sich meine Art zu handeln. Mehr dazu gibt’s im Beitrag: „Den Handlungsimpuls zeichnen“.
Das brauche ich, um gut arbeiten zu können:
Das Ziel muss für mich klar sein. Es hilft zum Beispiel, wenn ich weiß, wie viele Beetreihen wir beernten müssen. Ich kann auch sehr gut mit Julia zusammenarbeiten. Ich gebe dann die Struktur vor und Julia steigt darin ein. Für sie ist es hilfreich, wenn jemand die Struktur vorgibt und für mich ist es hilfreich, wenn sie etwas gemeinsam mit mir tut. Wenn wir zum Beispiel Zwiebeln setzen, dann setze ich an jeder zweiten Stelle eine Zweibel und Julia füllt dann die Löcher auf.
Letztens ist meine Arbeitsanleiterin beim Pflanzen Pikieren auf meine Art eingegangen und hat im ordnend zielen mitgemacht. Sie sagte: „Nadja, schau Mal! Ich nehme die Pflänzchen aus dem großen Topf und setzte jede einzeln in die kleinen Anzuchttöpfe. Das Ziel ist es, dass in jedem Anzuchttopf eine kleine Pflanze gesetzt ist. Sie sind dann alle an ihrem Platz und können gut wachsen. Ich fange rechts an und du kannst links anfangen.“ Das hat für mich sehr gut funktioniert, da ich das Ziel klar vor Augen hatte und ordnend vorgehen konnte. Die Arbeitsanleiterin hat es genauso wie ich gemacht hat.
In diesen Situationen kann ich nicht gut arbeiten:
Wenn mich jemand zu etwas drängt, kann ich nicht gut arbeiten. Ich mache dann einfach gar nichts.