trenner-2

Projektergebnisse

„Es ist ein Prozess, den wir erleben dürfen. Inklusion wirkt von der Ferne extrem kompliziert. Es ist aber etwas Natürliches, das von selbst geschieht, wenn man es zulässt. Es muss dann nicht erzwungen oder erarbeitet werden.“

Hartwig Ehlers, TA Urtica, 12.03.2019

Ziele und Wirkung des Projekts

Ziel des INCLUTRAIN Projekts ist der Aufbau eines Berufsausbildungsrahmenkonzepts, das den individuellen Fähig- und Fertigkeiten von Menschen mit behinderungsbedingtem Unterstützungsbedarf entspricht.

Es ist Ausgangpunkt für einen Paradigmenwechsel im Bereich der beruflichen Bildung.

 

Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie über das Anknüpfen an individuelle Handlungsimpulse der Auszubildenden eine persönliche Berufsbiografie entstehen kann.

In gemeinsamer Arbeit entwickeln Auszubildende und Ausbilder*innen Ausbildungsinhalte und Lernziele gemeinsam. Anders als bei vorgegebenen Ausbildungsplänen, können so ganz neue Berufsbilder entstehen.

Das Ausbildungsrahmenkonzept umfasst die Entwicklung von Lehrmethoden, Lern- und Lehrmitteln, Lernräumen und einem Anwender Handbuch für Ausbilder*innen. Das Modellkonzept wird im  landwirtschaftlichen Kontext praktisch erprobt.


Zwischenstand

Das Ausarbeiten und Erlebbarmachen der  Methodik gestaltet sich als ein anspruchsvoller Prozess, den die Projektpartner selbst durchleben. Von gewohnten Strukturen abzulassen und bewusst Freiraum für Entwicklung zu eröffnen entpuppt sich als eine herausfordernde, ungewohnte Vorgehensweise mit überraschenden Ergebnissen.

Die zentrale Frage ist, WIE agiere ich? WIE komme ich zu einem Resultat? Welcher Handlungsimpuls leitet mich?

Ein Hinschauen, auf das, was sich entwickeln möchte. Und die Frage, wie ich es verknüpfen kann, mit dem, was das (gegebene, aber veränderbare) Umfeld bietet.

Gelingt dies, werden Fähigkeiten sichtbar. (Aus-)bildung findet statt.

Es kommt mir vor, wie neu lesen zu lernen. Wenn die Dinge plötzlich relativ einfach zu entziffern sind. Es ist eine Fähigkeit für mich entstanden.

Achim Leibing- Loidholdhof

Dieses Portfolio ist das Ergebnis eines spontanen Versuchs, anstelle der Defizite, die Person in den Mittelpunkt eines Berichts zu stellen. – Wie wirkt es?

Im Verlauf der Projektarbeit dürfen wir auf den Hofgemeinschaften immer wieder erleben, wie selbstbewusste Menschen ihre Arbeitsbereiche vorstellen. Dabei kommt kein Zweifel and der Professionalität auf. Es wird eigenverantwortlich und mit Freude gearbeitet und unterstützt wird nur dort, wo es nötig ist.

Ziel ist es nun, das, was dort gelingt auch nach außen zu tragen.

Geplante Ergebnisse

  • Inspirierende Beispiele
  • Techniken und praktische Handreichungen, wie man sich die Methodik zu eigen machen kann
  • Beschreibungen wie Lehr- und Lernmitteln aus der unmittelbaren Beziehung heraus gestaltet werden können
  • Möglichkeiten um Lernräume zu entdecken und zu gestalten
  • Zusammengetragen in einem Handbuch für Ausbilder*innen und Lernbegleiter
Die Projektergebnisse werden im Lauf des Projekts zum Download bereitgestellt.